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Was ist Wahrnehmung?

Definition

"Wahrnehmung bezeichnet im Allgemeinen den Prozess der bewussten Informationsaufnahme eines Lebewesens über seine Sinne. Auch die aufgenommenen und ausgewerteten Informationen selbst werden [...] Wahrnehmung(en) genannt." Zur Wahrnehmung gibt es keine einheitliche Theorie. Es gibt verschiedene Ansätze, Wahrnehmung zu erklären, wobei physikalische, physiologische und psychologische Gesetze eine Rolle spielen. Der Brockhaus definiert Wahrnehmung folgendermaßen: "Wahrnehmung ist ein psychophysischer Prozess, in dessen Verlauf ein Organismus aufgrund von äußeren und inneren Reizen eine anschauliche Repräsentation der Umwelt und des eigenen Körpers erarbeitet."

Die Sinneswahrnehmungen

Die Sinneswahrnehmungen des Menschen sind:

  • Visuelle Wahrnehmung (Sehen)
  • Auditive Wahrnehmung (Hören)
  • Haptische Wahrnehmung (Tastsinn, Fühlen)
  • Olfaktorische Wahrnehmung (Geruch)
  • Gustatorische Wahrnehmung (Geschmack)
  • Vestibuläre Wahrnehmung (Gleichgewichtssinn)
  • Trigeminale Wahrnehmung (Taktile Wahrnehmung im Gesicht, z.B. von Wind)

Zeitwahrnehmung

Die Zeitwahrnehmung ist eine gesonderte Form der Wahrnehmung, die nicht direkt mit einem der fünf menschlichen Sinne zusammenhängt. Zeit wird als zeitliche Folge (Sequenzen) wahrgenommen oder als Zeitintervalle. Durch kognitive Vorgänge erst entsteht das, was gemeinhin als Zeitwahrnehmung bezeichnet wird. Wikipedia beschreibt Zeitwahrnehmung ähnlich: "Die Zeit ist eine zwar abstrakte, aber reale Eigenschaft der Umwelt und die grundlegenden Informationen über sie werden über die Sinne aufgenommen [...]. Deshalb bildet die Zeitwahrnehmung zwar eine echte Form der Wahrnehmung, es handelt sich aber nicht um eine Sinneswahrnehmung, denn die Zeitwahrnehmung entsteht erst durch kognitive Vorgänge. Beim Menschen unterscheidet man die beiden Formen Wahrnehmung der zeitlichen Folge (Sequenz) und die Wahrnehmung von Zeitintervallen."

Quelle: Wikipedia