James über das Schmecken von Wörtern
James Wannerton ist Geschmackssynästhetiker. Bei jedem Wort, das er hört, schmeckt er etwas:
"Immer wenn ich geschrieben Worte formuliere oder gesprochene höre, habe ich einen Geschmack – sogar in meinen Träumen. Ich schmecke Geschmack nach Geschmack nach Geschmack, einen nach dem anderen."
"Ich lebe in einem Haus, das nach Kartoffelbrei und in einer Stadt, die nach Fruchtgummi schmeckt."
Über Deutschland sagt er:
"Wenn ich Deutschland besuche, ist alles mit Marmelade überzogen."
James Wannerton kann das Schmecken der Wörter nie "abschalten". es geschieht ganz automatisch, dass er Dinge schmeckt. So schmecken auch Wochentage für ihn und Namen von Personen:
"Montage schmecken den ganzen Tag nach Gummi."
"Ich bin mit flockigem Eiweiß ausgegangen, mit teigigem Brot, Tomaten aus der Dose, einem Jogurt, Cream Soda und meinem absoluten Favoriten - Schokolade mit Rosinen. Mmmmm!"
Das ständige Schmecken von allem, was er hört, kann aber auch sehr anstrengend und störend sein:
"Das größte Problem, das ich mit meiner Art der Synästhesie habe, ist die Konzentration. Wenn ich die synästhetischen Empfindungen wachsen lasse, können sie überhand nehmen und meine anderen Sinne bremsen."